Das Nahversorgungs-Portfolio der Dortmunder hat seit seinem Platzierungsstart im Jahr 2024 zwei Nahversorgungszentren erworben, in denen u. a. Kaufland, OBI, ALDI und REWE als Ankermieter vertreten sind.
Standortentwicklungen
Im vergangenen Jahr (2025) konnte die Gesellschaft eine erfolgreiche Mietvertragsverlängerung mit REWE am Standort Beckum (NRW) und die Anhebung der laufenden Ausschüttungsprognose von 4,25 % p. a. auf 4,75 % p. a. bestätigen (Finance Impulse berichtete). Risikohinweis: Vergangenheitswerte und Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Wertentwicklung des Investments. Die tatsächlichen Auszahlungen können hiervon nach unten abweichen oder sogar ganz entfallen.
Zum Jahreswechsel 2025/2026 wurde das Dr. Peters-Management dann am gleichen Standort mit der außerordentlichen Mietvertragskündigung von tedox (Mieter von etwa 25 % der Mietfläche in Beckum) überrascht (Finance Impulse berichtete).
Die Kündigung hat Dr. Peters nach juristischer Prüfung des geltend gemachten Schriftformmangels zurückgewiesen und -zur Bestätigung der regulären Vertragslaufzeit bis zum Jahr 2032- Feststellungsklage eingereicht.
Dr. Peters-Garantie
Das Vertrauen in die eigene Rechtsposition untermauert das Unternehmen nun mit einer Unterlagen-Aktualisierung des "Investment-Report Nr. 1", welche wie folgt dokumentiert:
"Ende 2025 hat tedox sein bis 2032 geschlossenes Mietverhältnis vorzeitig zum 30.06.2026 gekündigt. Die Objektgesellschaft hat die Kündigung als unwirksam zurückgewiesen. Ungeachtet des Ausgangs des bereits seit März 2026 anhängigen Klageverfahrens garantiert eine Dr. Peters Gesellschaft zur Absicherung der Auszahlungserwartungen und Prognosen etwaige Mietausfälle im Zusammenhang mit der von tedox erklärten Kündigung insoweit zu kompensieren, dass die Objektgesellschaft planmäßig Liquidität in die Investmentgesellschaft auszahlen und dort planmäßig Auszahlungen an die Investoren fließen können."
Risikohinweis: Auch bei der Inanspruchnahme der Bürgschaft kann es zu verminderten Zahlungen bzw. Zahlungsausfällen kommen.
Weiteres Mehrertragspotenzial
Ergänzt wird diese Ausführung in der vorgenannten Aktualisierung durch folgende Information über einen bereits bei Ankauf im Jahr 2024 bestehende Leerstandsfläche:
"Eine nicht in den Kaufpreisfaktor eingeflossene Potenzialfläche von rd. 500 qm bietet zudem die Chance, weitere – bislang nicht einkalkulierte – Erträge zu erwirtschaften."
Dass sich mit Potenzialflächen zusätzliche Erträge generieren lassen, hat Dr. Peters zwischenzeitlich am Standort Rathenow nachgewiesen.
Hier hat ein neben Kaufland und OBI angesiedelter, regionaler Möbelmarkt seine bestehende Verkaufsfläche nach Informationen des Unternehmens um rd. 30 % auf insgesamt 1.580 qm erweitert. Damit ist eine an diesem Standort nicht im Kaufpreisfaktor eingeflossene Potenzialfläche des Nahversorgungszentrums von rd. 362 qm nunmehr ebenfalls vermietet und erzielt zusätzliche Mieterträge für den AIF.
Vollinvestition Dr. Peters Immobilienportfolio Deutschland II
Über die getätigten Investitionen hinaus plant der AIF keine weiteren Portfolio-Akquisitionen mehr. Das Basisinformationsblatt wurde entsprechend aktualisiert und dokumentiert: "Die Investitionsphase ist damit abgeschlossen".
Das Dr. Peters Management im Interview
Wir sprechen mit Kristina Salamon (Geschäftsführende Gesellschafterin) und Sven Mückenheim (Geschäftsführer Vertrieb) zum aktuellen Stand und den jüngsten Nachrichten.
Jens Grützner: Frau Salamon, Herr Mückenheim, vielen Dank für Ihre Zeit. Ein langjähriger Mieter kündigt überraschend vorzeitig und Dr. Peters reagiert mit einer umfassenden Zahlungsgarantie für die Fondsgesellschaft bis 2032. Das ist am Markt der Sachwertinvestments kein Standard. Warum gehen Sie diesen offensiven Weg?
Kristina Salamon: Die Dr. Peters Group ist seit über fünfzig Jahren ein familiengeführtes Unternehmen und auf das Management unternehmerischer Beteiligungen für institutionelle und private Investoren spezialisiert. Wir halten die Kündigung für unwirksam und haben mithin den Klageweg eingeleitet. Aber ein Gerichtsverfahren braucht Zeit.
Als mittelständisches und inhabergeführtes Unternehmen stehen wir unseren Kunden nicht nur im Rahmen des Asset Managements, sondern auch durch die ausgesprochene Garantie, zur Seite. Darin haben wir erklärt, etwaige Mietausfälle im Zusammenhang mit der von tedox erklärten Kündigung insoweit zu kompensieren, dass im AIF planmäßig Auszahlungen an alle Anleger fließen können.
Jens Grützner: Wie kam es zu der schnellen Entscheidungsfindung? Im Regelfall mahlen die Mühlen in großen Beteiligungsgesellschaften in solchen Angelegenheiten eher langsam.
Kristina Salamon: Das zeichnet uns aus – die Kombination aus professionellem Management und kurzen Entscheidungswegen. Als die Kündigung einging, haben wir im Management die Lage sofort analysiert. Uns war klar: Der Standort Beckum ist hervorragend, REWE hat gerade erst um 12 Jahre verlängert. Das Problem ist also kein Standortproblem, sondern ein isoliertes Einzelmieterthema. Wir haben mit allen Beteiligten die Rechtslage professionell analysiert und dann gemeinsam die Vorgehensweise beschlossen, für unsere Anleger eine Garantie auszusprechen.
Jens Grützner: Blicken wir auf die operativen Fakten am Standort Beckum. tedox ist mittlerweile wie angekündigt ausgezogen. Unabhängig vom Ausgang der gerichtlichen Auseinandersetzung: Was passiert auf der Fläche? Wie stehen die Chancen auf dem Vermietungsmarkt?
Sven Mückenheim: Wir haben bereits mehrere Mietinteressenten für die frei gewordene Fläche, der Standort ist gefragt. Da es sich dabei um Interessenten für verschiedene Nutzungsmöglichkeiten handelt, stimmen wir die Nachvermietungssituation eng mit den örtlichen Behörden ab. Man muss verstehen: Großflächige Einzelhandelsstrukturen sind in dieser Mikrolage durch § 11 Abs. 3 der Baunutzungsverordnung streng reglementiert. Es gibt praktisch einen natürlichen Wettbewerbsschutz für unser Objekt.
Dazu kommt ein spannender Hebel: Wir haben im Objekt Beckum eine zusätzliche, bislang nicht im Kaufpreis einkalkulierte Potenzialfläche von rund 500 Quadratmetern. Im Zuge einer ohnehin geplanten Neuaufteilung oder Modernisierung können wir diese Zusatzfläche nun parallel angehen. Die Neuvermietung bietet uns interessante vorzeitige Entwicklungschancen. Aus einer anfänglichen Herausforderung formt unser Asset Management hier gerade eine handfeste wirtschaftliche Chance für das gesamte Portfolio.
Jens Grützner: Zeitgleich mit der Aktualisierung der Informationen zur Portfolio-Entwicklung haben Sie auch die Vollinvestition des Immobilienportfolio Deutschland II verkündet. Wie entwickelt sich der zweite Standort in Rathenow und wie schätzen Sie die weitere Platzierung Entwicklung ein?
Sven Mückenheim: OBI hat seinen Mietvertrag im Nahversorgungszentrum Rathenow erst kürzlich um 5 Jahre bis 2032 verlängert und der im Fondsobjekt befindliche Möbelmarkt hat seine bestehende Mietfläche um 362 qm aufgestockt. Bei den 362 qm handelt es sich um eine Potenzialfläche, die damals nicht im Kaufpreisfaktor berücksichtigt wurde. Hieraus generieren wir nun zusätzliche Einnahmen in Höhe von jährlich rd. 19.000 EUR, die der Fondsgesellschaft zusätzlich zugutekommen.
Jens Grützner: Frau Salamon, Herr Mückenheim, haben Sie vielen Dank für das Gespräch.
Vollständige Unterlagen zur Prüfung
Anlegerinnen und Anleger, die sich für ein Investment in den Nahversorgungs-AIF “Immobilienportfolio Deutschland 2” von Dr. Peters interessieren, finden hier weitere Informationen und können die vollständigen Unterlagen kostenfrei zur Prüfung anfordern.
Redaktions-Tipp: Lesen Sie auch unser Interview mit Kristina Salamon “Wie eine neue Führungskultur ein Traditionsunternehmen verändert”
Ihr Jens Grützner
und die FIN-Redaktion
