Mit der Emission der Unternehmensanleihe 2026/2032 (7,00 % Zinscoupon) strebt das Unternehmen die Finanzierung von Projekten an, die in Summe ca. 128 MWp Photovoltaikleistung und ca. 125 MWh Speicherkapazität erreichen sollen.
Die Mittelverwendung der Anleihe ist zweckgebunden, im Fokus steht die Beschaffung von Komponenten, wobei sich die Emittentin eine Flexibilität bei der Auswahl der konkreten Projekte innerhalb des definierten Portfolios vorbehält. Durch vertragliche Regelungen auf Unternehmensebene, wie die Begrenzung von Gewinnausschüttungen, soll die Substanz des Unternehmens während der sechsjährigen Laufzeit geschützt werden.
Stückzinsfreie Zeichnungsfrist endet am 19. Mai 2026
Bevor wir uns die Anleihe und das Unternehmen weiter ansehen, ein Hinweis zum Stichtag, ab welchem die Stückzinsberechnung beginnt:
Der Zinslauf für die Anleihe startet am 20. Mai 2026, so dass ab diesem Tag, wie bei Anleihen üblich, ein Stückzins mit dem Zeichnungsbetrag zu entrichten ist. Von Anlegern, die sich noch bis zum 19. Mai 2026 für eine Zeichnung entscheiden und auch ihre Einzahlung bis zu diesem Tag erbringen, werden keine Stückzinsen erhoben.
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Zum Unternehmen: Strategische Fokussierung und Management
Seit Gründung im Jahr 2007 ist ASG zu einer Gruppe erwachsen, die sich über die gesamte Wertschöpfungskette im Photovoltaik-Markt positioniert. 2025 vollzog die Emittentin eine Umfirmierung von ASG SolarInvest GmbH in ASG EnergieInvest GmbH, da sie nicht mehr rein als Asset-Holding, sondern als Energie-Investor agiert.
Den Übergang von der akquisitionsgetriebenen Unternehmensphase zur kaufmännischen Konsolidierung und professionellen Asset-Verwaltung markiert die Berufung von Katrin Nitsche zur Geschäftsführerin der Emittentin. Als Dipl.-Bankbetriebswirtin (Frankfurt School) bringt sie umfangreiche Erfahrung aus Recht und Firmenkundenbetreuung mit.
Federführende Schlüsselpersonen wie Christof Schmieg und André Hückstädt verfügen zudem über langjährige Erfahrung im Bereich der Photovoltaikfinanzierung bei spezialisierten Instituten wie der UmweltBank AG. Ihre Erfahrungshintergründe lassen eine hohe Sensibilität für die Erwartungen von Anleihegläubigern in Hinblick auf Kennzahlen und Reporting-Pflichten erwarten.
In Bezug auf die technische Umsetzungskompetenz bringt Florian Furtlehner (Leiter Engineering) langjährige und bewährte Praxiserfahrung mit. Er verantwortete bereits seit den anfänglichen 2000er Jahren die technischen Industriestandards für internationale Großprojekte.
Die strategische Führung und Skalierung übernimmt Radenko Krpelj als Vorstand. Er komplettiert das Management mit seiner Expertise bei internationalen Technologie- und Serviceunternehmen.
Projektportfolio und ökonomisches Potential
Das aktuelle Projektportfolio der Emittentin umfasst Vorhaben mit einer geplanten Gesamtleistung von rund 778 MWp Photovoltaik (Gruppen-Pipeline: rund 1.119 MWp) und 640 MWh Speicherkapazität. Wesentliche Standorte sind hierbei Neuburxdorf Nord und Süd sowie Jeßnigk West 2 und Großpaschleben. Die Werthaltigkeit der Emittentin stützt sich maßgeblich auf die Entwicklung dieser Projektrechte.
Per März 2024 wurde der Wert der gehaltenen, bereits entwickelten Vorhaben auf circa 33 Mio. EUR taxiert (stille Reserven). Diese bilden die Grundlage für die geplante Tilgung der Anleihe im Jahr 2032, welche entweder durch einen Teil- oder Gesamtverkauf an institutionelle Investoren, aber auch durch operativen Cashflow oder eine Refinanzierung über weitere Kapitalmarkt-Emissionen erfolgen kann.
Zinstragfähigkeit der Emittentin
Die Bilanzsumme der ASG EnergieInvest GmbH stieg zum 31. Dezember 2025 auf rund 9,1 Mio. EUR. Ein Liquiditätspolster von circa 1,5 Mio. EUR zum Bilanzstichtag dient dabei als Puffer für die laufenden Zinslasten. Wie sich diese Zahlen im Geschäftsjahr 2025 konkret entwickelt haben und wie die aktuelle Perspektive aussieht, darüber berichtet Katrin Nitsche, ASG EnergieInvest GmbH-Geschäftsführerin, im Interview mit Finance Impulse.
FIN-Redaktion: Frau Nitsche, der Jahresabschluss 2025 zeigt eine wachsende Bilanzstruktur. Wie bewerten Sie diese Entwicklung?
Katrin Nitsche: Die wachsende Bilanzstruktur ist Ausdruck unserer strategischen Expansion und spiegelt den gezielten Aufbau von Projektwerten wider. Entscheidend ist dabei die Qualität der zugrunde liegenden Assets. Wir achten sehr genau darauf, dass unsere Bilanzpositionen durch werthaltige Projekte gedeckt sind, die langfristig stabile Cashflows erwarten lassen. Gleichzeitig steuern wir unser Wachstum bewusst, um eine ausgewogene Kapitalstruktur zu gewährleisten. Für Investoren ist diese Entwicklung ein positives Signal, da sie zeigt, dass wir aktiv in zukünftige Wertschöpfung investieren.
FIN-Redaktion: Wie hat sich Ihre Ertragslage im Geschäftsjahr 2025 entwickelt?
Katrin Nitsche: Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2025 ist durch unsere Wachstumsphase geprägt. In dieser Phase stehen nicht ausschließlich kontinuierliche Erträge im Vordergrund, sondern auch die Erweiterung unserer Einnahmequellen. Trotzdem ist es uns gelungen, einen Jahresüberschuss von 0,6 Mio. Euro zu erzielen und damit den Vorjahreswert von 0,2 Mio. Euro zu übertreffen.
FIN-Redaktion: Welche Bedeutung hat die neue Anleihe für Ihr Unternehmen?
Katrin Nitsche: Unsere neue 7 % Anleihe 2026/2032 stellt einen wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung unseres Unternehmens dar und ist ein zentraler Bestandteil unserer Kapitalmarktstrategie. Sie ermöglicht es uns, unsere Wachstumspläne gezielt zu finanzieren und gleichzeitig unsere Investorenbasis zu verbreitern. Durch die klare Struktur und Zweckbindung der Mittel schaffen wir Transparenz und Vertrauen. Darüber hinaus stärkt die Anleihe unsere Sichtbarkeit am Kapitalmarkt und positioniert uns als professionellen Emittenten im Bereich Erneuerbare Energien. Insgesamt ist die Anleihe für uns nicht nur ein Finanzierungsinstrument, sondern ein strategisches Element zur langfristigen Positionierung am Kapitalmarkt und zur Umsetzung unserer Wachstumsstrategie.
FIN-Redaktion: Wie sicher ist die Realisierung Ihrer Pipelineprojekte angesichts regulatorischer Hürden in Deutschland?
Katrin Nitsche: Unsere Pipeline von rund 778 MWp Photovoltaikleistung und rund 640 MWh Speicherkapazität basiert auf sehr soliden rechtlichen und technischen Fundamenten. Beispielsweise liegen für etwa 464 MWp bereits positive Aufstellungsbeschlüsse vor, und für 559 MWp haben wir die Netzanschlussleistungen bereits reserviert. Wir profitieren hier immens von unserer regionalen Verwurzelung in Sachsen-Anhalt sowie unseren exzellenten Netzwerken zu lokalen Flächenverpächtern und Kommunen, die uns oft aktiv weiterempfehlen. Unser Team ist so stark aufgestellt, dass wir die notwendige Akzeptanz vor Ort frühzeitig schaffen, um Verzögerungen in den Genehmigungsverfahren vorzubeugen. Wir betrachten Regulatorik nicht als Hindernis, sondern als Rahmenbedingung, innerhalb derer wir dank unserer tiefgreifenden Erfahrung und unserer lokalen Partnerschaften oft schneller und effizienter navigieren können als zum Beispiel große, zentralisierte Konzerne.
FIN-Redaktion: Wie sieht Ihre langfristige Vision aus?
Katrin Nitsche: Wir wollen die ASG-Energie-Gruppe als vollständig integrierten Anbieter entlang der gesamten energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette fest etablieren. Das bedeutet konkret, dass wir nicht nur Projekte entwickeln und finanzieren, sondern auch zunehmend in die Bereiche Betrieb, Speicherung und Vermarktung von Energie nachhaltig vordringen. Wir sehen großes Potenzial darin, diese einzelnen Wertschöpfungsstufen miteinander zu verzahnen, um zusätzliche Erlösquellen zu erschließen und gleichzeitig unabhängiger von einzelnen Marktsegmenten zu werden. Ein solcher integrierter Ansatz ermöglicht es uns, Risiken besser zu steuern und Marktveränderungen flexibler zu begegnen. Gleichzeitig schaffen wir damit eine stabile Grundlage für langfristiges, profitables Wachstum.
FIN-Redaktion: Vielen Dank für das Gespräch, Frau Nitsche.
Alle Informationen zur Anleihe finden Sie in den vollständigen und ausschließlich für eine Anlageentscheidung zu Grunde zu legenden Prospekt- und Vertragsunterlagen, welche Sie kostenfrei bei Finance Impulse erhalten.
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Ihre FIN-Redaktion
FAQs
Wie hoch ist die Mindestanlage bei der ASG EnergieInvest Anleihe 2026/2032?
Eine Investition ist ab 1.000 Euro möglich. Höhere Investitionsbeträge können in 1.000-Euro-Schritten frei gewählt werden.
Wann und wie wird die ASG EnergieInvest Anleihe 2026/2032 zurückgezahlt?
Die Anleihe hat eine Laufzeit bis 2032. Die Rückzahlung (100 % der investierten Gelder) ist für den 20.05.2032 prospektiert.
Welche Risiken bestehen bei der Anleihe der ASG EnergieInvest GmbH?
Sowohl die Zinsen als auch die Rückzahlung der Anleihe sind von der Liquiditätslage der Gesellschaft abhängig. So soll z. B. die Kapitalrückzahlung durch den Verkauf entwickelter Photovoltaik-Projektrechte, operativen Cashflow oder eine Anschlussfinanzierung erfolgen. Prüfen Sie vor einer Investition die Prospektunterlagen sorgfältig, um die mit der Anleihe verbundenen Risiken in Ihrem Gesamtportfolio bewusst abzuwägen. Wie bei Unternehmensanleihen üblich, besteht das Risiko eines Teil- oder Totalverlustes des eingesetzten Kapitals, insbesondere wenn die Liquiditätslage der Gesellschaft für die Zahlungsverpflichtungen aus der Anleihe nicht ausreicht, z. B. weil Projektentwicklungen nicht wie geplant realisiert und veräußert werden oder Anschlussfinanzierungen nicht geschlossen werden können. Unternehmensanleihen unterliegen keiner Einlagensicherung.
An welche Anleger richtet sich die ASG EnergieInvest Anleihe 2026/2032?
Die Anleihe richtet sich an Anleger, die mit ihrer Investition die Energiewende und Entwicklung von Photovoltaik-Projekten der ASG-Gruppe in Deutschland fördern möchten. Dafür bietet die Emittentin über die sechsjährige Laufzeit der Anleihe einen Zinscoupon von 7 % p. a., welcher zugleich als Risikoprämie gegenüber einlagengesicherten Bankeinlagen zu verstehen ist.
